Valda Bailey

Valda Bailey

Nationalität: UK
 

Artist's Statement:

Wir kommen alle mit sehr verschiedenen Zielen zur Fotografie. Für viele hat das Fotografieren viel mit dem Nervenkitzel der Jagd zu tun: auf die höchste Spitze eines Berges klettern oder stundenlang unter schwierigen Bedingungen zu warten, bis die Wolken aufreißen und das Licht sich verändert. Für einige besteht ein Teil der Attraktivität auch in der Technik, darin, eine sorgfältig zusammengestellte und gepflegte Ausrüstung zu haben, Filter, Stative, Belichtungsmesser, Karten, Apps und andere Kleinigkeiten, bevor sie überhaupt anfangen. Andere genießen die Kameradschaft, den Wettbewerb untereinander und die Geselligkeit des wöchentlichen Treffens im Fotoclub.

Wenn ich fotografiere, so ist das Ziel dabei in meiner Ausbildung als Malerin verwurzelt. Der absichtsvolle Einsatz des Pinsels, der so vieles mit scheinbarer Leichtigkeit sagt, ist etwas, das ich immer sehr überzeugend fand. So könnte argumentiert werden, dass ich mich auf einen gewissen Misserfolg einstelle, bevor ich überhaupt anfange, ein Foto zu machen, das eher wie ein Gemälde aussieht, weil ja die Hand des Künstlers immer fehlt; aber ich drücke trotzdem ab.

Ich komme mit meiner Kamera zu ganz unterschiedlichen Zeiten heraus. Diese fallen fast nie mit einer Flut oder einem perfekten Licht zusammen. Ich gehe gerne mit so wenig Ausrüstung wie möglich nach draußen und lasse mich dann gerne überraschen von dem, was als Motiv und Idee kommt.

Wenn ich einen guten Platz finde, dann mache ich ziemlich schnell etwa ein Dutzend Bilder oder so. Damit bekomme ich schon eine erste Vorstellung davon, wie das Licht etwa fällt und wie die Farben gerendert werden müssen. Ich sitze dann so für vielleicht zwanzig Minuten und arbeite mit verschiedenen Belichtungsoptionen, bewege die Kamera, schaue mir Weißabgleichsvariationen und dergleichen mehr an. Auf diese Weise kann ich meine Gedanken sammeln und hoffentlich auch eine Beziehung zu meiner Umgebung aufbauen. Wenn der Tag gut läuft, dann bekomme ich eine erste Vorstellung davon, worum es an diesem Ort geht, und was ich gerne darüber vermitteln möchte. Als nächstes mache ich mich daran, eine gute Anordnung der Formen, Farben oder Töne zu finden, die es mir erlauben, diesen inneren Monolog zu diesem Ort weiter zu entwickeln.

Die Einflüsse bei meiner Arbeit sind vielfältig. Ich schaue mir die Arbeiten von Malern genauso wie die von Fotografen an. Meine stärksten Einflüsse kommen von Künstlern wie Cezanne, Klee, Frankenthaler, Matisse, Van Gogh. Und ich könnte noch viele andere nennen. Ich mag es, Bücher über sie und ihre Gedanken zu lesen, ihre Ideen zu erforschen und zu verstehen, wie sie Farbe und Form zur Gestaltung ihrer Bilder nutzten.

Die Fotografie ist schon lange kein bloßes Aufnahmemedium mit reinem Realitätsanspruch. Es ist ein kreatives Instrument, wie andere auch. Ich verstehe mich daher als Künstlerin. Mein Pinsel ist die Kamera.

Vita:

I am a freelance photographer living in Sussex.

I am largely motivated by colour and form and the tension and dynamism that these components can bring to an image. My objective is not so much to portray a literal representation but rather depict my feelings evoked by the landscape. I try to find something extraordinary in the mundane.

My approach to photography is greatly informed by my background in painting and influences come as much from artists as photographers. I think as a consequence of this, I am drawn towards flat, abstract renditions. I have found a way of working using multiple exposures and intentional camera movement which helps me simplify the detail in a scene. It is a way of working which is controllable to a certain degree, but still has a great deal of unpredictability about it and it is this aspect that is both challenging and rewarding.

There are seemingly limitless combinations of settings which can be employed - my camera will combine up to 2000 images into one file. This, together with with variations of shutter speeds, white balance settings, lenses, exposure values etc: gives me an endlessly fascinating array of options as to how I approach my work.

Perhaps I am a rule breaker at heart - for me, nothing is more dispiriting and destructive to the creative process than somebody telling me that the rule of thirds, f/16 and a golden sunset must converge in perfect harmony in order for an image to be deemed successful.

My work has been featured in national and international publications and I have exhibited most recently at the biennial Masters of Vision in Southwell Minster. I have images in private collections worldwide and my work has been purchased by notable members of the art and photographic community.

Pablo Picasso: Every child is an artist. The problem is how to remain an artist once we grow up.

Interview:

1. WICH IS THE CENTRAL QUESTION IN YOUR LIFE AS A PHOTOGRAPHER?
I am driven by an exploration of colour and form.

2. WHO ARE THE PHOTOGRAPHERS / OR OTHER ARTISTS THAT INSPIRE YOU?
Ernst Haas, Andre Kertesz, Minor White, Van Gogh, Klee, Cezanne, Kandinsky, Matisse, Rothko, Frankethaler

3. WHAT MAKES AN EXCELLENT PHOTOGRAPHER?
Commitment and curiosity

4. WHAT WAS THE HARDEST PART ABOUT DECIDING TO BECOME A FULL-TIME PHOTOGRAPHER?
The growing realisation that becomes more apparent every day and that is the more I learn, the more I realise there is to learn.

5. WHAT MOTIVATES YOU IN YOUR WORK AND WHAT IS DEMOTIVATING?
I am motivated by curiosity and a desire to explore. Dissatisfaction with my work and creative block are depressing but not necessarily demotivating.

6. WHAT ARE THE MOST PASSIONATE MOMENTS IN YOUR WORK?
The time in the landscape when I get to play – endless experimentation excites me enormously.

7. WHAT ARE THE MAIN CHALLENGES IN YOUR WORK?
Finding enough hours in the day to read the books I know will help me in my work.

8. HOW DID YOU DEVELOP YOUR ARTISTRY?
Practice, commitment, research and experimentation.

9. WHAT IS YOUR MAJOR PERSONAL LEARNING IN PHOTOGRAPHY THAT YOU WOULD CONVEY TO A "NOVICE"?
Again – commitment. And a realization that time is far better spent going to art galleries than it is comparing lenses or new camera bodies.

10. WHICH ARE THE DRIVING FORCES FOR YOU PERSONALLY AND IN YOUR WORK?
A need to create and a desire to improve and acquire a greater understanding of what I do.

11. WHICH FEELINGS DETERMINE YOUR WORK WHEN OUT IN THE FIELD?
My work is a reflection of many elements and obviously what I am trying to portray varies greatly.

12. ON WHICH CRITERIA DO YOU JUDGE YOUR OWN WORK AS SUCCESSFUL?
If I feel an image has conveyed what is in my mind and come together as I envisaged.

13. YOUR PHOTOGRAPHIC WORK AND THE BEAUTY OF OUR PLANET, NATURE: WHAT CONNECTION DO YOU SEE?
I try to present a different viewpoint. The job of an artist is to show the viewer something he or she hasn't seen. Portraying the many qualities of the natural world in an unexpected and intriguing way is my goal.

14. ASSUMING YOU WOULD HAVE 15 MINUTES ON A TV BROADCAST AND PEOPLE ALL OVER THE WORLD COULD LISTEN AND UNDERSTAND WHAT YOU WERE SAYING, WHAT WOULD BE THE CORE OF YOUR MESSAGE TO THE PEOPLE?
I don't know if much of my personal philosophy would be that ground-breaking or interesting. I feel lucky that as an artist and a photographer I have learned to see things that many other people do not notice. I can only suggest that people take more time to appreciate the beauty that surrounds them.

At Work:

 »I can only suggest that people take more time to appreciate the beauty that surrounds them.«

Awards:

- | USA Landscape Photographer of the Year 2014 7 images Highly Commended
- | GARDEN PHOTOGRAPHER OF THE YEAR 2013 'Greening the City' - finalist
- | GARDEN PHOTOGRAPHER OF THE YEAR 2012 'Greening the City' 2nd place & 3rd place
- | LANDSCAPE PHOTOGRAPHER OF THE YEAR 2012 - Judges commendation
- | GRAND PRIX DE LA DECOUVERTE - Juror award of merit 2012
- | INTERNATIONAL LOUPE AWARDS 2012 - Bronze award

 

Projekt: The Ballade of the White Horse

Die meisten von uns fühlen eine starke Bindung und Beziehung in der Nähe von Pferden. Warum schließen wir diese schönen Tiere so in unsere Herzen? Sie sind anmutige, elegante Tiere; demütig und sanft, mutig und entschlossen. Vielleicht sind sie uns deshalb so nahe, weil sie so viele Qualitäten haben, die wir uns selbst von uns wünschen.

Wildpferde haben mich schon immer fasziniert. Vor etwa 5 Jahren habe ich dann Bilder von ihnen gemacht, als ich in der Camargue war.

Es gibt wohl kaum eine aufregendere Empfindung als die, wenn man knietief im Wasser steht, beim weichen Schein der untergehenden Sonne, während eine Herde Wildpferde direkt auf dich zu galoppiert. Aufregend und schrecklich in gleichem Maße -da gab es keine Zeit für sorgfältige Kameraeinstellungen und Stativeinsatz. Ihre Wildheit und ihre beneidenswerte Freiheit forderten hier einen ebenso freien Ansatz der Kamera.

Mit langen Verschlusszeiten und Kamerabewegung habe ich versucht, ihre Kraft und die schiere Schönheit ihrer Bewegungen zu erfassen.

Ich denke, dass meine Faszination für diese Kreaturen niemals nachlassen wird und so das Projekt ‚Pferde‘ weitergeht. Zuletzt habe ich Pferde bei einer Reise nach Island aufgenommen.

Projekt: The Seasons Ebb Away

Ich war immer sehr dankbar dafür, in einem Land mit richtigen, deutlichen definierten Jahreszeiten zu leben. Als ich viel jünger war, verbrachte ich ein paar Jahre in Florida; was ich dort mit am schwierigsten fand, war tatsächlich der fehlende Frühling, Herbst und Winter.

Dauernder Sonnenschein und ein klarer blauer Himmel sind für einen Tag oder zwei gut, aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich lieber in Düsternis und im Nebel, in gedämpften Farben leben wollen. Das sind für mich die Bedingungen von Subtilität und Weichheit. Der sanfte Regen und das ätherische Licht, das die Seele füllt und die Gefühle anrührt.

Diese Serie von Bildern ist ein weiteres Projekt von mir, das schon seit vielen Jahren andauert. Es handelt nicht nur von den Jahreszeiten, sondern von ihren Ausprägungen und Spitzen. Was mich fasziniert und immer freut, ist, wenn die Jahreszeiten gewissermaßen kollidieren und dann etwas Unvorhergesehenes produzieren. Dieses habe ich versucht, in diesen Bildern darzustellen. Ein vorzeitiger Frühling, ein unerwarteter Frost, der Nebel, der plötzlich aus dem Nirgendwo herabsteigt -all diese Geschenke der Natur lassen mich immer wieder zur Kamera greifen.