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Klaus Tamm

Klaus Tamm

Nationalität: Deutschland
 

Artist's Statement:

Ich fotografiere die Natur so, wie ich sie erfahre: stimmungsvoll, mystisch und fragil. Die Grenzen zur Malerei sind dabei fließend, nur male ich mit der Linse. Fotografie kann Dinge sichtbar machen, die ansonsten verborgen bleiben oder in der schnelllebigen Zeit übersehen werden. Dies gilt gerade für Aspekte, die wir als selbstverständlich nehmen, und ganz besonders für die Natur um uns herum, für die es keinen Ersatz gibt. Daher ist es mir wichtig, echte Situationen in freier Wildbahn als stimmungsvollen Moment einzufangen - unverfälscht. Nichts dabei ist gestellt oder elektronisch kreiert, sondern authentisch so, wie ich es erlebe. Diesen Kriterien folgend steigt natürlich der Schwierigkeitsgrad für die Aufnahmen, aber ich denke, die Authentizität ist sichtbar, ist spürbar.

Bei meiner Kunst geht es mir darum, den Menschen den Zugang zur Schönheit der Natur und zu ihren Gefühlen zu ermöglichen. Viele haben vergessen, wie gut es tut, sich „draußen“ aufzuhalten. So, wie die „Musik die Seele daran erinnert, wo sie herkommt“, möchte ich den Menschen mit meinen poetischen Bildern die Möglichkeit geben, innezuhalten. Historisch betrachtet hat meine Familie mich beeinflusst, die über mehrere Generationen als Jäger die Natur beobachtete und mich von Kind an daran teilhaben ließ. Dieser Freude an der Natur möchte ich mit meinen Fotografien Ausdruck verleihen. Darüber hinaus ist es mir ein persönliches Anliegen, darauf aufmerksam zu machen, wie sehr die Natur und ihre Geschöpfe unseres Schutzes und unserer Achtung bedürfen. Also versuche ich Bilder herzustellen, die als poetische Bilder eine Bedeutung haben und mit dem Betrachter interagieren und die gleichzeitig Dinge in der Natur dokumentieren, die für uns alle relevant sind.

Vita:

Schon als Kind interessierte mich die Natur. Ich bin in einer Jägerfamilie aufgewachsen und war schon als kleiner Junge von den Tierfotografien in den Jagdzeitschriften meines Vaters fasziniert. Davon inspiriert kaufte ich mir als Jugendlicher eine Spiegelreflexkamera mit einem kleinen Teleobjektiv.

Ernsthaft begann ich 2005 mit der Naturfotografie und kaufte mir in dem Jahr meine erste Digitalkamera.

Es war mir immer ein Anliegen, mit meinen Fotos die Menschen für die Natur zu sensibilisieren. Mein Ziel ist es, künstlerisch anmutende Fotos zu gestalten die den Betrachter innehalten lassen.

Meine Fotoreisen führten mich in abgelegene Gebiete nach Norwegen, Schweden, Finnland, Bulgarien, Rumänien und Spanien, aber auch nach Südafrika und Südamerika und auf die Falklandinseln. Als langjähriger Naturbeobachter und Fotograf bemerke ich, dass unsere Umwelt zusehends an Artenvielfalt verliert.

Dies hat mich veranlasst, die gemeinnützige Aufwind GmbH für Natur- und Umweltschutz zu gründen. Das Ziel der Aufwind gGmbH ist es, über die Verkaufserlöse meiner Fotografien den Naturschutz zu stärken, indem sowohl regionale als auch internationale Initiativen gefördert werden.

Interview:

1. WICH IS THE CENTRAL QUESTION IN YOUR LIFE AS A PHOTOGRAPHER?
It’s always been my intention to sensitize people to nature through my photography. I aim to create artistic images that encourage the observer to pause for a moment and reflect.

2. WHO ARE THE PHOTOGRAPHERS / OR OTHER ARTISTS THAT INSPIRE YOU?
There are many excellent nature photographers around, and in my eyes their work and their photographies are important because they give nature a voice and help to show people how beautiful and at the same time vulnerable our planet is.

3. WHAT MAKES AN EXCELLENT PHOTOGRAPHER?
An excellent photographer plays with light and atmosphere. He is able to achieve artistic images, that cause the observer to stop for a moment and reflect - as good paintings can do, too.

4. WHAT MOTIVATES YOU IN YOUR WORK AND WHAT IS DEMOTIVATING?
I am fascinated by nature, that´s why I am spending most of my time being outside. Over the years of watching and photographing wild life I have realized that the speed of loosing the diversity of species has dramatically increased. This is why I have founded a non-profit company called Aufwind gemeinnützige GmbH für Natur und Umweltschutz with the purpose to support nature protection projects. All the proceeds from my photographic activities go directly to this institution.

5. WHAT ARE THE MOST PASSIONATE MOMENTS IN YOUR WORK?
I am getting very enthusiastic when I could capture rare moments or was able to achieve an image of a simple scene, yet with an impressionistic atmosphere.

6. WHAT ARE THE MAIN CHALLENGES IN YOUR WORK?
As my photographs are exclusively taken in wild life surroundings, it needs a lot of patience. The challenge then is to catch the perfect moment, when the animal is behaving naturally in light conditions beyond just documenting.

7. HOW DID YOU DEVELOP YOUR ARTISTRY?
Shortly after I had started photographing digitally I experimented a lot with light and exposure times to create more artistic images opposing to simple documentaries.

8. WHAT IS YOUR MAJOR PERSONAL LEARNING IN PHOTOGRAPHY THAT YOU WOULD CONVEY TO A "NOVICE"?
First, in nature photography it needs a lot of patience. Then, one needs to train the eye to anticipate the perfect moment coming.

9. WHICH ARE THE DRIVING FORCES FOR YOU PERSONALLY AND IN YOUR WORK?
I’ve been interested in nature since I was a child and still I love to be outside, especially in the early mornings and in the late evenings. These offer the most atmospheric light conditions for taking pictures. Also, at these times there is a lot of activity going on in nature.

10. WHICH FEELINGS DETERMINE YOUR WORK WHEN OUT IN THE FIELD?
Watching wild life and being outside reminds me how beautiful nature is.

11. ON WHICH CRITERIA DO YOU JUDGE YOUR OWN WORK AS SUCCESSFUL?
For myself I am happy when I was able to capture the right moment in perfect light conditions. And the more people are touched by my work the better.

12. YOUR PHOTOGRAPHIC WORK AND THE BEAUTY OF OUR PLANET, NATURE: WHAT CONNECTION DO YOU SEE?
It is my intention to sensitive people to nature through my photography’s and to encourage the observer to pause for a moment and reflect.

13. ASSUMING YOU WOULD HAVE 15 MINUTES ON A TV BROADCAST AND PEOPLE ALL OVER THE WORLD COULD LISTEN AND UNDERSTAND WHAT YOU WERE SAYING, WHAT WOULD BE THE CORE OF YOUR MESSAGE TO THE PEOPLE?
The core of my message would be to respect nature and its creatures. Watch out for the tiny ones which don´t have a big voice. And if you like my pictures beware of that they are only a reflection, nature is the original.

At Work:

»It is my intention to sensitive people to nature through my photography’s and to encourage the observer to pause for a moment and reflect.«

Awards:

- GDT Naturfotografen-Wettbewerb (Society of German Wildlife Photographers)
- 2015 | 1. Platz Gesamtsieger des Jahres "Sumpfsiegwurz"
- 2015 | 3. Platz Vögel "Abendsänger"
- 2015 | 5. Platz Andere Tiere "Krötenzauber"
- 2014 | 4. Platz Vögel "Schöner Rücken"
- 2014 | 1. Platz Pflanzen & Pilze "Spotlight im Wald"
- 2014 | 4. Platz Pflanzen & Pilze "Waldhyazinthe"
- 2013 | 1. Platz Andere Tiere "Im Spotlight"
- 2013 | Lobende Erwähnung Andere Tiere "Baldachinspinne"
- 2013 | Lobende Erwähnung Andere Tiere "Lauerstellung"
- 2013 | Lobende Erwähnung Pflanzen "Mooskapsel"
- 2012 | 2. Platz Pflanzen "Sonnentau"
- 2012 | 1. Platz / Gesamtsieger des Jahres "Krötenwanderung"
- 2010 | 1. Platz Andere Tiere "Wespenspinne"
- 2009 | 1. Platz Säugetiere "Eilig"

Europäischer Naturfotograf des Jahres
- 2013 | Lobende Erwähnung Pflanzen "Lichtspiel"
- 2013 | Lobende Erwähnung Andere Tiere "Blaue Stunde"
- 2012 | 2. Platz Andere Tiere "First Kiss"
- 2008 | Lobende Erwähnung Andere Tiere "Hängepartie"
- 2008 | Lobende Erwähnung Atelier Natur "Sonnentau"
- 2006 | Lobende Erwähnung Vögel "Im Sandsturm"
- 2006 | Lobende Erwähnung Atelier Natur "Tau im Spinnennetz"

BBC Wildlife Photographer of the Year
- 2015 | Finalist Wirbellose Tiere "Wings of summer"
- 2015 | Finalist Plants "Meadow Canvas"
- 2012 | Erwähnung Kaltblüter "Sizing Up"
- 2009 | Lobende Erwähnung Tier Portraits "Hare Sitting Tight"

Asferico International Photography Contest
- 2015 | Highlight Vögel "Middle spotted woodpecker"
- 2015 | Highlight Andere Tiere "Canopy Spider"
- 2015 | Kategorie Gewinner Pflanzen & Pilze "Herp Paris"
- 2015 | Highlight Komposition & Formen "Spawning cords and tedpoles"

 

Projekt: Nachtgeträumtes

Meine Motivation für diese Reihe war, zu erleben, dass die Natur nicht schläft. Es sind nur andere Arten, die sich für die dunkle Tageszeit entschieden haben. Der Vollmond bietet sich als natürliche Leuchtquelle an, um nachtaktive Arten zu zeigen. Gleichzeitig wird der Vollmond bzw. die Nacht von den Menschen als ein besonderer Zeitpunkt bzw. als Zeitraum für Ereignisse gesehen.

Fotografie bedeutet ja gestalten mit Licht - unabhängig von der Tageszeit. Daher gehören die nächtlichen Aufnahmen gleichwertig zu meinem Werk wie die bei Tageslicht entstandenen. Es liegt allerdings ein höherer Schwierigkeitsgrad darin, die Tiere vor dem nächtlichen Himmelskörper abzulichten, insbesondere, wenn er in voller Pracht erscheint - ein Phänomen, das bekanntlich nur 12mal pro Jahr für eine Nacht stattfindet. Als ästhetische und kompositorische Mittel für diese Motive sind entscheidend: Die Wahl des Standpunkts (freie Sicht, keine störenden Bildelemente), die Belichtung (Hell-Dunkel-Kontrast) und die Objektivwahl und Brennweite (Abbildungsschärfe, -maßstab).

Solche Motive benötigen besondere Planung – schon deshalb, weil man maximal nur 12 Gelegenheiten im Jahr hat und auch die Wetterverhältnisse es zulassen müssen, den Himmelskörper zu sehen. Weiterhin bedarf es der Wahl der passenden – nachtaktiven – Art als Motiv und Kenntnisse zum Verhalten der Tiere sowie der  Geographie (Mondlauf, lokale Gegebenheiten zur Wahl des Standorts). Viel Zeit und Vorbereitung sind nötig und zu guter Letzt auch etwas Glück, dass z.B. sich der Vogel tatsächlich zeigt und so präsentiert, dass die Perspektive stimmt.

Ich habe noch einige Ideen für diese Reihe und bin dazu in der Planung. Gerade, weil sich nur einmal im Monat überhaupt die Gelegenheit bietet, stellt es einen besonderen Reiz dar, derartig seltene Bilder zu schaffen.

Projekt: Endlich (wieder da)

Seit über 100 Jahren galten die Wölfe in Deutschland als ausgerottet. Sichtungen sind heute zwar möglich, aber sehr selten, da die Tiere extrem vorsichtig sind. Sie in freier Wildbahn zu fotografieren, stellt somit eine noch größere Herausforderung dar.

Ich freue mich, dass sie nun wieder heimische Wälder besiedeln und unsere Fauna bereichern. Die Attribute, die man ihnen anhängt, sind Heimlichkeit, Scheu, Intelligenz, Schnelligkeit, Wachsamkeit, u.a.m. Es handelt sich um ein Sujet, das Emotionen auslöst und polarisiert -nicht nur aufgrund der Mystifizierung aus der Vergangenheit.

Selbstverständlich möchte man als Wildlife Photographer auch Bilder dieser spannenden Spezies schaffen, mit der am ehesten der Ausdruck „wild“ in Verbindung gebracht wird. Einen großen Teil meiner Zeit verbringe ich derzeit damit, die Wölfe aufzuspüren und somit Gelegenheit zu bekommen, mein Portfolio mit dieser Spezies weiter auszubauen.

Als ästhetisches Mittel wähle ich hier eine lange Brennweite. Bei der Bildkomposition ist es wichtig, die Bewegung der Tiere vorauszusehen. Viel Geduld ist nötig: über 300 Stunden habe ich ausgeharrt, bis das erste Wolfsbild eingefangen werden konnte.

Da die Wölfe gerade erst beginnen, hier wieder heimisch zu werden, sehe ich noch viele Möglichkeiten, in diesem Kontext weiterzuarbeiten.

Projekt: Lichtspielereien

Die stimmungsvollen, beinahe mystischen Momente der Natur festzuhalten, war und ist mein Antrieb, um mit der Linse zu malen. Hier, da die Natur sich ohne menschliche Einflüsse ungehindert entfalten kann, finde ich meine Motive.

Die hier gezeigte Stilistik zeichnet einen großen Teil meiner Arbeiten aus. Aus ästhetischen Gründen habe ich mich überwiegend für eine kurze Brennweite, bzw. Makro-Objektiv sowie einen niedrigeren Kamera-Standpunkt entschieden. Die Komposition baut jeweils darauf auf, die lichteren Stellen als Bestandteil des Bildes mit einzubeziehen.

Die Wetterverhältnisse sollten einen ungetrübten Abendhimmel zeigen. Der Standort in Verbindung mit dem Sonnenlauf muss sorgfältig gewählt werden.

Aus diesen Kontext heraus habe ich eine weitere Serie entwickelt, die demnächst in einer Ausstellung in Schleswig unter dem Titel „Märchenstunde“ zu sehen sein wird.